Velberter Stadtrat spricht sich gegen würdige Wohnbedingungen für Flüchtlinge aus

nullAll die schlechte Presse hat sie nicht beeindrucken können: bei der heutigen Ratssitzung stimmten sämtliche Fraktionen gegen einen Antrag der Fraktion DIE LINKE, der vorsah, dass Flüchtlinge in Velbert in Zukunft in eigenen Wohnungen leben können sollen. Stattdessen müssen diese nun weiterhin in der Sammelunterkunft an der Talstraße bleiben: Mit zwei oder drei Personen in einem Zimmer, ohne Privatsphäre und unter ständigem Stress. (mehr…)

Demonstrationsbericht: Schließung der Flüchtlingsheime in Velbert

Unter dem Motto „Wohnungen für Alle – Für die Schließung sämtlicher Flüchtlingsheime“ versammelten sich am 17. März 2012 ca. 150 Menschen vor dem Flüchtlingsheim in der Talstraße in Velbert. Anlass dazu war eine von den dort lebenden Flüchtlingen und dem „Bündnis Talstraße“ und weiteren befreundeten Gruppen und Einzelpersonen organisierte Demonstration.

Mit dieser Demonstration wollten die Unterstützerinnen und Unterstützer die Velberter Öffentlichkeit über eine geplante Abstimmung des Velberter Stadtrates informieren und auf ihre Forderung aufmerksam machen, endlich in eigenen Wohnungen leben zu dürfen. Am 27.03.2012 haben die Abgeordneten die Möglichkeit dieser geforderten Verantwortung nachzukommen. weiter

Flüchtlingsrat NRW fordert dezentrale Unterbringung von Flüchtlingsfamilien

Der Flüchtlingsrat Nordrhein-Westfalen hat sich heute in einem Offenen Brief an die Parteien im Rat der Stadt Velbert ewandt. Darin fordert er die Ratsmitglieder auf, sich für eine zügige Verbesserung der Lebenssituation der Velberter Flüchtlinge einzusetzen. Ein erster Schritt in die richtige Richtung wäre die dezentrale Unterbringung von Familien mit Kindern in regulären Wohnungen. Die WAZ griff daraufhin das Thema schonmal auf. Wir veröffentlichen dass Schreiben auch hier.

In den vergangenen Wochen und Monaten hatten lokale und regionale Medien immer wieder über die katastrophalen Zustände im Flüchtlingsheim in der Velberter Talstraße berichtet. Bewohner klagten unter anderem über Feuchtigkeitsschäden, Schimmelbefall, defekte Sanitäranlagen und unzureichende Rückzugsräume für Familien mit Kindern. Die Stadt Velbert hat inzwischen umfangreiche Sanierungsmaßnahmen angekündigt und bereits mit der Umsetzung begonnen. Insgesamt sollen 1,8 Millionen Euro in die Renovierung der Unterbringungseinrichtung investiert werden. (mehr…)

15.3.2012: Infoveranstaltung und Filmvorführung in Düsseldorf

Das Café Bunte Bilder zeigt in Kooperation mit der No-Border-Regionalgruppe Düsseldorf den Film H wie Heim(at). Die Regisseurin Mehrandokth Feizi wird ihren Film vorstellen und zusammen mit einigen Aktivist*innen der Karawane Wuppertal über die Lebenssituation und Proteste der Menschen im Flüchtlingslager in der Talstraße berichten.

Außerdem wird an diesem Tag die no border-Regionalgruppe Düsseldorf im Anschluss etwas über das geplante no border camp, das im Juli im Raum Köln/Düsseldorf stattfinden wird, erzählen! Geöffnet ist ab 19.00 Uhr, der Film beginnt ab ca. 20:30 Uhr. Veranstaltung mit veganer Vokü.

Aufruf der Initiative Discrimi*nation / Antifa Höxter

Was tun wenn’s schimmelt?
Gute Frage, nächste Frage! So oder so ähnlich scheint der Umgang der Behörden mit den Zuständen in der Velberter Flüchtlingsunterkunft zu sein. Die katastrophalen Zustände unter denen Flüchtlinge in Velbert leben müssen, scheinen die Verantwortlichen wohl herzlich wenig zu beeindrucken. Auch die kritischen Fernsehenberichte von „WDR-Lokalzeit Bergisch Land“ und eine Kurzreportage von Sat1 zeigen kaum Auswirkungen auf Verantwortlichen in Velbert. Ganz im Gegenteil, der Leiter des Baudezernates der Stadt Velbert (Andreas Wendenburg) rechtfertigt die baulich desaströsen Zustände, indem er den Bewohner_innen der Flüchtlingsunterkunft unterstellt, sie könnten „…nicht normale Vorgehensweisen im Sanitärbereich ausüben“. weiter